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Akupunktur während der Schwangerschaft – sinnvoll oder unnötig

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Schwangere werden häufig mit gut gemeinten Ratschlägen überschüttet. Insbesondere was die Geburt angeht, kommen oft unzählige Tipps, die gerade Erstgebährende mehr verwirren als sie ihnen helfen. Akupunktur bietet eine tolle Möglichkeit um sich ganz persönlich und „aus eigener Kraft“ auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten.

Der positive Effekt einer Akupunkturbehandlung zur Geburtsvorbereitung ist mittlerweile durch mehrere Studien bestätigt worden. Beginnend in der 36. Schwangerschaftswoche werden im Regelfall 1-2 Behandlungen pro Woche durchgeführt.  Und so wirkt sich Akupunktur auf die Geburt aus:

  • Die Angst vor der Entbindung wird reduziert
  • Die Geburtsdauer verkürzt sich um etwa zwei Stunden
  • Es werden Entspannung und Schmerzlinderung erzielt, ohne das Bewusstsein und das Erleben der Geburt zu beeinträchtigen
  • Die Wehenproduktivität wird erhöht, was eine rasche und komplikationslose Eröffnung des Muttermundes begünstigt
  • Den Frauen steht während der Austreibungsphase mehr Kraft zur Verfügung

Akupunktur in den letzten Schwangerschaftswochen wird heute bereits auf vielen Geburtenstationen angeboten. Die Behandlungen dort finden meist im „öffentlichen“ Rahmen statt, sprich alle anwesenden Schwangeren erhalten ihre Behandlung gleichzeitig in einem Raum. Dies hat einerseits den Vorteil, dass du dich bereits mit dem Geburtsort vertraut machen kannst, andererseits entwickeln sich daraus nicht selten Bekanntschaften die oft weit über die Geburt der Babys hinaus bestehen bleiben. Wer es doch lieber etwas persönlicher mag, kann sich natürlich auch eine Hebamme mit entsprechender Zusatzausbildung oder einen suchen und die Akupunktur von ihr durchführen lassen. In jedem Fall ist Akupunktur zur Geburtsvorbereitung eine gute Sache, durch die sich durchaus positive Effekte erzielen lassen.

Tipp: auf manchen Geburtsstationen wird Akupunktur mittlerweile auch während der Geburt zur Schmerzlinderung angeboten. Eine entsprechend ausgebildete Hebamme ist dann Teil des Geburtsteams.